Geistlicher Impuls

 

VORWORT  aus März   APRIL

Liebe Gemeindeglieder von Sankt Paulus, liebe Besucher unserer Gottesdienste!

Anstelle des normalerweise hier zu findenden „geistlichen Wortes" möchte ich heute an Sie einige wichtige Ankündigungen unsere Gemeinde St. Paulus betreffend weitergeben.

Am Sonntag, 26. Mai 2019, finden zum ersten Mal Wahlen für den Pfarreirat und für die Gemeinderäte unserer neuen Pfarrei St. Elisabeth statt. Ein Schreiben dazu mit detaillierten Informationen wird in den kommenden Wochen allen Wahlberechtigten zugesandt. Alle Mitglieder der Pfarrei sind eingeladen, sich als Kandidaten zur Verfügung zu stellen und natürlich an der Wahl teilzunehmen. Zunächst gilt es nun Kandidaten zu finden. Daher bitte ich alle Gruppen unserer Gemeinde Personen aus ihrer Mitte vorzuschlagen, die dafür bereit sein könnten. Es geht um die Mitgestaltung des pfarrlichen Lebens und des pastoralen Wirkens, im Gemeinderat hier vor Ort an St. Paulus oder im Pfarreirat, der dann Verantwortung für die Gesamtpfarrei St. Elisabeth tragen wird. Kandidatenvorschläge können bis zum 24. März 2019 bei mir eingereicht werden. Mehr Informationen werden in den kommenden Wochen mündlich – bei den Vermeldungen in den Gottesdiensten – und schriftlich an Sie gelangen. Bei Fragen stehen die hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiter Ihnen zur Verfügung.

Am Sonntag, 12. Mai 2019, wird am Vormittag nur eine hl. Messe gefeiert werden, um 11.00 (!) Uhr. Diese Messe wird vom französischen Fernsehen (France II, Le Jour du Seigneur) life übertragen. Normalerweise überträgt der Sender jeden Sonntag – wie auch bei uns im ZDF – einen Gottesdienst aus einer Gemeinde in Frankreich. Zweimal im Jahr wählen sie jedoch einen Ort im Ausland. Diesmal fiel die Wahl auf Berlin und auf Stankt Paulus. Den Hintergrund für diese Entscheidung bilden der 30. Jahrestag des Mauerfalls und die anstehenden Europawahlen. Die Messe wird in deutscher Sprache gefeiert werden, mit deutschen Kirchenliedern, lediglich eine (!) Lesung, die Predigt und einige Fürbitten werden in Französisch sein. Für all diese Texte liegen deutsche Übersetzungen für die Gottesdienstteilnehmer vor. Schon heute möchte ich Sie alle zur Mitfeier dieser Messe einladen.

Wie schon verschiedentlich angekündigt feiert das Dominikanerkloster in diesem Jahr sein 150jähriges Bestehen. Neben anderen kleineren Veranstaltungen wird der Höhepunkt ein Pontifikalamt am Sonntag, 25. August 2019, um 11.30 Uhr sein, das der Erzbischof von Prag, der Dominikanerkardinal Dominik Duka zelebrieren wird. Im Anschluss an diese Festmesse wird es eine Feier auf dem Kirchvorplatz und dem Schulhof geben. So wie es heute üblich ist, bitte ich Sie „save the date" und lade schon einmal dazu ein! Ein ausführliches Programm erscheint dann im April.

Dank für Ihre aufmerksame Lektüre!

Mit den besten Grüßen und Wünschen

P. Michael

Pfarrer & Prior

 

 

 

 

Der auferstandene Christus ist der Mensch der Vollendung, befähigt zur Ewigkeit, tragfähig für die Herrlichkeit Gottes, durchdrungen vom Leben Gottes. Das ist die endgültige Lebensordnung Gottes, Ziel aller Menschheitsgeschichte, Ziel aller Heilstaten Gottes.

Der HERR ist noch nicht offenbar in der Gestalt des Siegers, aber Sein Sieg ist schon wirksam an denen, die glauben. Darum werden sie nicht müde, das Alleluja zu singen.

Das ist die Osterfreude, die freilich nur aus dem Glauben kommen kann, denn es gibt keinen anderen Zugang zum auferstandenen Herrn.

Aber aus dem glauben müsste dann freilich mehr in uns sein als eine Osterstimmung, es müsst sein ein frohes und stolzes Gefühl der „Welt-Überlegenheit". Denn seit der Fuß des Auferstandenen diese Erde berührt hat, ist unsere Welt etwas „Vorläufiges" geworden, alle Kreuzwege haben fortan die 15. Station: Auferstehung.

Darum steht der Christ über der Welt; Stehen ist ja die österliche Haltung; er ruht nicht im Vorläufigen; er bindet sich nicht im Vergehenden. Wohl steht er in der Welt, aber als Sieger. Wohl ist hier der Ort der Saat – aber nicht der Ernte; wohl ist hier der Ort der Bewährung – aber nicht der Erfüllung.

So müsste etwas von der souveränen Gelassenheit des ewigen Gottes in der Osterfeier der Christen sein, denn Gott hat uns, wie das Kirchengebet des Ostersonntags sagt, den Zugang zur Ewigkeit erschlossen. Er hat uns damit Wünsche eingegeben, so heißt es weiter, die wir nur mit Seiner dauernden Hilfe wagen können. Der Christ wagt, Gott um mehr zu bitten als alle Herrlichkeit der Welt, nämlich um Teilnahme an der Herrlichkeit des auferstandenen Christus. Das ist demütige Kühnheit vor dem schenkenden Gott, und demütig müssen wir wohl sein vor der Größe des unverdienten Geschenkes, aber nicht bescheiden oder eingeschüchtert von irgendeiner Größe dieser Welt. Denn in Christus ist der ewige Sieg unser.

(Aus: Alfred Card. Bengsch: Der Glaube an die Auferstehung; Berlin 1962, 95-97.)